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Schach – dat königlicke Speel

in Allgemein by

Schach is een tradiotnellet und manch eene mach seggen : verstufftes Speel. In de aktuelle Situation is et so beleevt as lang nich mehr. Dat Speel is een goude Übung för dat strategische Denken un man kunn et vondaage leecht gegen annere Lüe speelen, nämlick över dat Internet. In dissen Artikel will ik de wichtigsten Regeln vertelln und geev jou eenige Hinwiese, woar ih dat üben und gegen annere speelen kunnt. Twei Lüe speelt gegennanner un versöket den annern Könning so to bedrängen, dat he nicht mehr fliehen kann.

Fangt wie mit denn Figuren an:

De König

De König is de wertvollste Figur. Man muss uppassen, dat he nich schlagen wern kunn. He kann in jede Richtung een Feld trecken

De Dame

De König muss beschützt weern, over de Dame is de mächtigste Figur. Se kunn sowohl up de Geraden as ook up de Diagonalen so wit trecken as se wull.

De Loper

De Loper kann up de diagonalen so wit trecken as he wull. Aver he haff eenen Nachdeel: He kunn nich de Farbe wesseln, so güfft et eenen Loper for witte Feller un eenen för schwatte.

De Turm

De Tum kann up den Geraden so wit Trecken as he wull.

De Springer

De Springer is een Noarkämpfer. He Kunn in jede Richtung 2 na vörn un een tou sitte gahn. De grötste Vordeel is dat he över annere Figuren röver hüppen kunn.

De Bur

De Bur kann bit erste Mal twee na vörn gaan und dann en Feld. Dat besünnere is, dat he schräg annere Figuren schlagen kunn.

Nu güft et noch twee besünnere Regeln de erklärt weern möt: De Rochade un dat schlagen in vorbigahn (en passant).

Rochade

Wenn König un Turm noch nich trecken heff, de König nich in Schach steiht un keen Feld angriffen werd, kunn de König twee Feller na eene Site gahn und de Turm „springt“ röver.

In vorbiegahn (en passant)

Wenn een Bur twee Feller na vörn geiht und somit neven een gegnerischen Bur treckt, kann he schlagen weern as wenn he nur een na vörn gaan was. Dat geiht bloß direkt wenn de Bur twee na vörn treckt.

De Grundstellung

So weern de Figurn upstellt un dann könt ih all loslegen.

Nu weetet ih, woar de Figuren treckt, aver um to speeln bruckt et vor allem Övung. Ick wies jou noch n paar Möglikieten toun öven und lernen.

Bi de Videoplattform YouTube güff dat masse Anlietungen un Lüe de eenen goude Tricks verraten:

De Groote Griech heff eene Riege von Videos för Beginners (un ick glöv, he doit dat masse beeter as ick): https://www.youtube.com/channel/UCqY4_uXyOSwpbPpO4qiNDVA

Grotmeester Niklas Huschenbeth heff ne menge Tricks und Tipps

https://www.youtube.com/channel/UCff5JEkDXMkj2oPe_B2eMXQ

Speelen könnt ih bi disse beeden Siten:

lichess.org

Chess24.com

Veel Spaß!

Dissen Bidrag is schreewen in Emslänner Platt

Plattdüütsken (Memory-)Spölen up d’ Prüfstand

in Allgemein/Freizeit/Kultur/Rätsel by

Thematiske Henföhren

Laat Se uns stantepee mit enigen wenigen Fragen begünnen: Harren Se docht, dat ’t een schier neet to tellen Antahl van nederdüütsken Sellskuppsspölen gifft? Harren Se sük daarbi bovendeem Hör Leevdag vörstellen könen, dat ’n hele Rieg van verscheden Spöölsoorten – un daarmit neet blot Memorys – existeren? Harren Se ’t eerst rack för mögelk hollen, dat sük daarum sogaar al d’ Wetenskupp daarmit befaat hett? Doch een na ’t anner…

Begreepsbestimmens van Belang vörof

Eerst maal mutt uphellert worden, wat sük achter d’ Woordjes ‚Sellskuppsspööl‘ up de een Kant un ‚Memory‘ up de anner Kant nau verbargt. Unner Sellskuppsspölen versteiht man*froo för gewöhnelk unnerhollen Spölen van elken Slag, wat mennig Minske to glieke Tied tosamen spölen; se gahn also ‚in Sellskupp‘ dör, wat hör Woordherkummst verklaart. Daarhentegen hannelt ’t sük bi ’t Memory üm een besünnere, ehrder olle Sellskuppsspööl (of akkerater seggt: Leggespööl), waar d’ Spölerinnen un Spölers Kaarten, welke mit Biller, Fotos, Tekens of sükse bedrückt un je tweedübbelt daar bünd, in d’ eerste Stapp enkelt updecken un naast ut d’ Memoorje (engelsk ‚Memory‘ = ‚Behollen‘; ‚Memoorje‘) dat Tegenstück weertofinnen versöken.

Memory-Spölen van verscheden nederdüütsken Mundaarden up d’ Prüfstand

In d’ Folg sall bispöölhaft henstellt worden, för welkse verscheden plattdüütsken Mundaarden ’t Memorys gifft un welke Sünnerlikheiden se je uptowiesen vermöögt.

De Anfang sall in d’ noordnedersaksische Ruum maakt worden, un wall mit ’t Spööl Wat mutt, dat mutt. Das Plattdeutsche [sic!] Weisheitenspiel van Schmitz / Pecher / Soiron (2010). Dat besteiht ut veertig Kaarten, de, wat ’t Malen un Teken angeiht, jüüstso anspröksvull as mooi maakt bünd. Disse unnerdelen sük in twintig ‚Wat mutt,‘- un twintig ‚dat mutt.‘-Kaarten, wieldat man*froo daarup achten mutt, je man een Achtersied van disse twee Klassen uptodecken. In de Tied kann man*froo neet blot wiesen un meesttieds spaßigen plattdüütsken Seggwoorden as „Nehm di nix vör, | denn sleit di nix fehl.“, „Schöönheit vergeiht, | Hektar besteiht.“ und „Ook de swattste Koh | gifft witte Melk.“ lehren, sünnern bito stracks ’t vanpass Verdüütsken daartokriegen. So heet ’t to ’n Bispööl för d’ Levenswiesheid „Witt Peerd | brukt veel stroh.“ as nakummt: „Wenn der Küstenbewohner verbildlicht, dass man für gutes Aus- und Ansehen viel Aufwand betreiben muss.“ Wat för wahre Woorden!
Ofsluten Daten un Daadsaken: Spölerinnen un Spölers: twee bit sess; Ollersrahm: van sess Jahr an; Düürte: teihn bit 15 Menüten; Oordeel all tosamen: best!

Blievt wi in (Noord-)Nedersassen un riskeert een Kiekje up ’t oostfreesk Platt of vöölmehr Oostfreesland an sük. Daar hett d’ Oostfreeske Landskupp (2017/2020) ’t Memory Mark di dat! Plattdeutsches Gedächtnisspiel herutgeven, dat 32 Kaartenparen mit nederdüütsken Begrippen umfaat. To disse finnen sük heel dat Ankieken weert Biller ut Acryl, welke insofeern ’t wieder Insicht denen, as van hoogdüütsk Verklaren heel un dall ofsehn wurr – ’n Umstand, de en bietje schaa is: De 32 verscheden Modepe richten sük heel besünners na d’ (froh-)kindlike Beleevniswelt, weil Mark di dat! vör all för Kinnergaarns un Grundscholen entwickelt wurr. Daarum is van Egendoom (to ’n Bispööl „Slötel“) över Köst (to ’n Bispööl „Ies“) bit hen to Deren (to ’n Bispööl „Aaant“) all daarbi. Vör disse Achtergrund weer ’t anbrocht west, tegen d’ nederdüütsken ok hoogdüütsken Begrepen to nömen, de för d’ Kindjes un Kinner ’n Mehrweert van wegen Mehrsprakigheid upsmeten harren.
Ofsluten Daten un Daadsaken: Spölerinnen un Spölers: twee bit acht; Ollersrahm: dree bit 99 Jahr; Düürte: keen Angaav; Oordeel all tosamen: hunnert!

Nu gellt ’t, d’ Blick na Mäkelborg-Vörpommern to richten un daarbi dat Mariken-Memo. Gedächtnisspiel up platt van Bojarra / Matthies (2019) unner d’ Luup to nehmen. Dit is up Mękelborgsch-Vörpommersch verfaat, word daar van d’ Bildenministerium vöruthulpen un hett ’t sogaar in d’ utköörte Heimaadschattkist van d’ Heimaadverband Mäkelborg-Vörpommern schafft. Dat Mariken-Memo besteiht ut twee maal 48, also in ’t Geheel schierweg 96 (woll verstahn!) Kaartjes, dor kann man*froo up pläserelke Aard un Wies unglieken Woorden up Plattdüütsk to kennen kriegen. So bünd unner anners d’ Olldagsberieken Dingsen (to ’n Bispööl „Disch“) un Warktügen (to ’n Bispööl „Metz“), avers ok Famielje of Verwandtskupp (to ’n Bispööl „Mudder“) ofdeckt. So wied, so good. Alleen fallen d’ beiden Umstannen negativ in ’t Wicht, dat d’ Övermaat an Kaarten ’t Spööl wat (to) stuur to överkieken schienen laten deit un dat d’ Kaarten mit man blot veer maal veer Zentimeters en bietje unhandsaam, wiel (to) lüttjet daarankomen deit. Ofsluten Daten un Daadsaken: Spölerinnen un Spölers: keen Angaav; Ollersrahm: keen Angaav; Düürte: keen Angaav; Oordeel all tosamen: (leep) good! 

Un wo kickt ’t lesterhand in ’t Mönsterland ut? De Antwoord up disse Fraag fallt vernöchtern ut: Dat is spietelk, man ’t gifft daar keeneen Memory, ja allgemener proot: openbaar överhoopt keeneen nederdüütsken Sellskuppsspölen an sük… Üm disse Tostand stracks up de Kopp to stellen, finnt Se hier sowoll ’n blanko Memory-Vörlaag to Hör egen Gebruuk as ok bispöölhaft ’n sülvstmaakt Memory in Mönsterlännsk Platt to ’t Thema ‚Eten un Drinken‘ för je 36 Spöölkaarten. De meesten Begrepen bünd ’t Woordenbook van Averbeck / Averbeck (2017) utnohmen.

Tosamenfaten un Utkiek

In ’t Gefall, dat Se even up d’ Smaak komen bünd, freit ’t mi, Jo mitdelen to könen, dat neet blot anner plattdüütsken Memorys, sünnern butendeem unner anners mit Kolbeck (1995) ’n Bingo-, mit ’t Plattdüütsch-Zentrum Landesdeel Schleswig (1995) ’n Quartett-, mit Groth (2002) ’n Quiz-, mit ’t Hamborger Avendbladd (2013) ’n Entdeckungsreis-, mit Schmitz / Graw (2014) ’n Skat-, mit von Holten (2015) ’n Spraaklehr- un tolest mit d’ Oostfreeske Landskupp (2020) gaar ’n Computerspööl up Nederdüütsk existeren. Beschreev Cammann al in ’t Jahr 1970 för d’ Wetenskupp Die Welt der niederdeutschen Kinderspiele, so geev ’t also ok vandaag genoog Grünnen (nämlich: Spöölmateriaal!), disse Histoorje hüüt – 2020, temelk nau 50 Jahr later – wiedertoschrieven. Na denn man tau! 

Disse Bidrag is schreven in Oostfreesk Platt.

Literatuurlist

Averbeck, Rudolf / Averbeck, Rita (2017): Dat Mönsterlänner Platt. Wörterbuch. Hörstel: wiegedruckt.

Bojarra, Marita / Matthies, Britta (2019): Mariken-Memo. Gedächtnisspiel up platt. Bentwisch: Klatschmohn.

Cammann, Alfred (Hg.) (1970): Die Welt der niederdeutschen Kinderspiele. Schloss Bleckede an der Elbe: Meissner (Heimat und Volkstum 1970).

Groth, Karl-Heinz (2002): Schleswig-Holstein. Quiz op Platt. Neumünster: Wachholtz.

Hamburger Abendblatt (2013): »Sprechen Sie Hamburgisch?« Das Spiel. Eine spielerische Entdeckungsreise durch die Hansestadt Hamburg und ihre einzigartige Sprache. Hamburg: Springer.

Holten, Claudia von (2015): Super Oog. Tiet to’n Spelen mit eerste Sätz. Hamburg: Amiguitos – Sprachen für Kinder (Arbeitsbuch Extra).

Kolbeck, Hans (1995): Bingo op Platt. Ekenis: Hako.

Ostfriesische Landschaft (2017/2020): Mark di dat! Plattdeutsches Gedächtnisspiel. Aurich: Plattdüütskbüro.

Ostfriesische Landschaft (2020): Spööl di platt! Aurich: Plattdüütskbüro.

Schmitz, Michael / Pecher, Roland / Soiron, Walter (2010): Wat mutt, dat mutt. Das Plattdeutsche [sic!] Weisheitenspiel. Köln: Anaconda.

Schmitz, Michael / Graw, Gerold (2014): Das Petersen-Spiel. 3 in 1: Das plattdeutsche Seemannsgarn-Mau-Mau – Das plattdeutsche Klabautermann-Skat – Der Schwarze Pirat. Köln: Anaconda.

Zentrum für Niederdeutsch Landesdeel Schleswig (1995): Quartett un Swatte Peter. Leck: Zentrum für Niederdeutsch.

Sprachkurs Westfäölsk — Lektion 8

in Allgemein by

Dies ist ein kleiner Sprachkurs für das Westfälische bzw. Münsterländer Platt. Hier geht’s zu den Lektionen 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 7.

Kurze Ausschnitte aus Alltagsgesprächen geben Beispiele für die Sprachanwendung. Anhand kurzer Übungen kann der Inhalt der Lektionen nochmal wiederholt und eingeübt werden.

Viel Spaos bi’t Westfäölsk küern!

Lektion 8

In düsse achte Lektion geiht dat üm de Utspraoke vun’t westfäölske (Mönsterlänner) Platt un wuso dat wat Besunners is. Wat dat Plattdütske üöwerall in Norddütskland utmakt – de zweite Lautverschiebung – steiht in Lektion 2.

Vokale

Dat Platt vandage, dat kümp vun de ollen Sassen un ähre Spraok – dat Altsächsische. Düsse Spraok is de Grundsteen för all plattdütsken Mundaorten un wüerd bet ca. 1150 spruoken. To düsse Tiet gaff dat kuorte Söwsluute (Vokale) in uopen betonten Silven: bi dat hauchdütske Waort Vogel (up westfäölsk Vuëgel) spriäkt wi vandage dat /o/ lang ut: Vō-gel. To de oltsasske Tiet hett dat glieke Waort nao fu-gal – mit denn kuorten Söwsluut /u/ in de eerste Silve.

Datt gaff acht söcke Kuortvokale in de olle sasske Spraok, de läter in’t westfäölske, ostfäölske un nordneddersasske Platt unnerschaidlicke Entwicklungen nuomen hett:

Altsächsich
(Kurzvokale)
Westfälisch
(westfälische Brechung bzw. bei /a/ gedehnter Langvokal)
Ostfälisch
(gedehnte Langvokale)
Nordniedersächsich, Mecklenburgisch-Vorpommerisch, Brandenburgisch
(gedehnte Langvokale)
1.machenmakonmaken (gedehnt bzw. tonlang)maoken (langes offenes o) maoken (langes offenes o)
2.BachbëkiBiäkeBeekBeek
3.essenetaniätenäteneten
4.siebensivunsiëbensewensöwen
5.kommenkumankuemenkomenkaomen (langes offenes o)
6.übeluvilüewelövelövel
7.offenopanuopenopenaopen (langes offenes o)
8.ÖloliÜölgeÖölÖöl
Altsächsische Kurzvokale und ihre Entwicklungen im heutigen Plattdeutsch

Siëben vun de acht ollen sassken Kuortvokale warrt vandage in’t Mönsterlänner Platt as Tweelude /iä/, /ië/, /ue/, /üe/, /uo/, /üö/ un as een langet /a/ spruoken. Düsse Tweelude wärd as westfälische Brechungsdiphthonge benäömt. De Schriefwiese /ië/, de auk in düsse Lektionen brukt warrt (= ë is een quettet /e/), helpt daobi, denn Tweeluut vun een langen /ie/ to unnerschaiden.

Bi de annern plattdütsken Mundaorten sind de ollen ursprünklicken Kuortvokale lang wuorn un unnerschaidlick tosammen fallen: So giff dat bi’t ostfäölske Platt vadage fief (/ao/, /ē/, /ä/, /ō/, /ö/) un bi’t nordnedersasske drai (/ao/, /ē/, /ö/).

Auk Besunners in’t westfäölske Platt is de Utspraoke vun’t tonlange to de oltsaaske Tiet kuorte /a/ (maken) un vun’t altlange /a/ (Schaop), wat fröher bi de Sassen al lang wesst is.

In‘ Mönsterlänner Platt wärd düsse twee /a/-Luute bis hüüt unnerschaidlick utspruoken:

Dat tonlange /a/ in maken is jüst so, wu dat lange /a/ in’t Hauchdütske – dat altlange /a/ is sowat tüschken /a/ un /o/ (= /ao/ Schaop). In de annern plattdütsken Mundaorten sind düsse twee Luute tosammenfallen, sodat dat dao maoken un Schaop hett.

Konsonanten

Auk bi de Mitluute (Konsonanten) giff dat een paor Unnerschaide in de Utspruoke tüschken Hauchdütsk un Westfäölsk:

Dat /g/ wätt auk an’n Anfang vun’t Waort as Rieweluut /x/ („ch“ wu in hauchdütsken „auch“) utspruoken:

hauchdütsk Gans – westfäölsk Gaus „Chaus“

hauchdütsk gehen – westfäölsk gehen „chaon“

Steiht das /s/ ann’n Anfang un an’n Ende vun’t Waort, so wätt dat aohne Stemm äs een scharp /s/ wu in dass spruoken.

Dat /r/ is enn mit de Tungentipp rolltet „r“.

Ik moak di Platt!

in Allgemein by

De aktuelle Situation bringt masse Neet mit sück un masse Dinge up de man sick ersmal inlassen mut. In düsse Bidräge willt wi eegentlich Wöer finnen för Begrippe, de et so noch net up Platt güff. Mangesmal bünt de Lüe aver drocker as wi un dat is us dann een besünneres Plesir.

Um et den neijen Corona-Virus schwor tou moaken, möt wi alle nu Schnute un Nas ofdecken . De Mask heff nu een kreativen Nom kriecht: De Schnutenpulli as wi et all hier seen kun:

In düssen Sinne: bleevet munter un passt upeenanner up!

Nettelkönning 8: Theater

in Allgemein by

De näieste Utgave van’n Nettelkönning dait sik met dat Theater befaten. De plattdütske Kulturlandskup is vandaage prägt döa Musik, Geschichten un döa plattdütske Schauspäälgruppen, die eens in’t heel Land finnan kann. Up de lüttkesde Döaper find een ene Theatergruppe, de plattdütske Schauspääle upföhrn dait. De Erfolg is faken groot, de Upführungen bünt mäisttied gaut besöcht un Karten bünt hart to kräägen. Dat licht viellicht uck doa an, dat de Schauspäälers faken Fründe, Familienmetglieder of Naohbers van de Lüe in’t Publikum bünt, un doa an, dat de Stücke mäisttied so dacht bünt, dat een masse lachen kann. De Theaterabend schöll ein Pläsier för alle wään.

De Utgave häff folgende Biedräge:

Uck in düsse Utgave giff dat wäer Biedräge ut de Rubriken Ik maak di Platt, ene näie Lektion ut den Westfäölsken Spraokkurs („Up Platt liäsen in eegener Sake – Lährböker to’t Mönsterlänner Platt“) un een Rezept, dütt maol för een Braatappel-Punsch.

Düsse Biedrag is schriewen in Emslänner Platt.

Dat allerbest to d’ 100. Gebuursdag, leve Niederdeutsche Bühne!

in Allgemein/Geschichte/Kultur by

Befaat man*froo sük mit ’t Thema ‚Plattdüütsk un Theater‘, so kummt man*froo neet umto, up de Niederdeutsche Bühne am Theater Münster e. V. to proten to komen – eerst recht neet van ’t Jahr, in dat se al hör hunnertjährige (woll verstahn!) Jubiläum fieren dürt. Doch een na ’t anner…

Daten un Daadsaken van Belang vörof

De Niederdeutsche Bühne wurr up 12. Mai 1919 – also noch neet enmaal een Jahr na Enn van d’ Eerste Weltkrieg in d’ November 1918 – unner de Naam ‚Niederdeutsche Bühne der literarischen Gesellschaft Münster in Westfalen‘ mit ’t dreefoldige Vörhebben gründt, de plattdüütske Spraak eerstdens to fördern, tweedens to plegen un daarmit dreedens to wahren. Wat domaals unner Vörsitz van Friedrich Castelle mit ’t Drama Hatt giegen hatt. Niederdeutsches Bauerndrama in drei Aufzügen (1917, eerste Upföhren in Mönster up 06. April 1919; Regie: Frank Wahl) van d’ later jüüstso bekennte as um siene Leevde to ’t NS-Regime kritisk beoordeelte Heimaaddichter Karl Wagenfeld in een sware Anfangsphase un in d‘ lüttje Kring begunn, mutt vandaag in d’ Rüggblick sünner Twiefel as Erfolgvertellsel sünnerglieken betekent worden. So lesen sük alleen al de wesentliken Daten un Daadsaken överut beindruckend: Bit upstünds (Stand: Dezember 2019) bünd in hunnert Jahr nau 114 egens produzeerte Stücken van 49 Schrieverskes un Schrievers dör 17 Regisseurskes un Regisseuren dörföhrt worden, nämlick 90 Lüstspölen, 14 Dramen, dree Mysterienspölen, twee Kriminaallüstspölen, twee lyrisch-religiööse Fierstünnen, een gemene Upföhren, een Glieknis un en Märken.

Histoorje

Wo laten sük disse Tallen verklaren? Een Kiekje in d’ Histoorje van d’ Niederdeutsche Bühne verraadt, dat ’t to elke Tied slicht genoog engageerte freeiwillige Lüü ut de hele nederdüütske Spraakgewest gaff – daarunner neet tolest de völen (Laien-)Schauspölerinnen und (Laien-)Schauspölers – de ’t umsünst mögelk moken, dat een stüttige Spielbedriev de Niederdeutsche Bühne in ’t vöölklörige Mönsterlänner Theaterangebood inschoov, ja vööl mehr noch: to sien faste Bestahndeel worden leet. De eenstige Utnahm, denn sogaar in d’ Tied van d’ Tweede Weltkrieg (1939-1945) wurr spöölt, was daarbi een Spöölpaus tüsken 1954 un 1958, de ’t dör innerlike Schelen gaff. Daarna was ’t vör all Werner Brüggemann, de sük as Spöölbaas un Regisseur van ruugweg 40 Spillen tüsken 1960 und 1996 (up hum folgde de neet minner bekennte Hannes Demming) um d’ Stadigheid van d’ Niederdeutsche Bühne un van d’ Nederdüütsk an sük besünners verdeent to maken wuss.

De Niederdeutsche Bühne vandaag

Un hüüt? Siet gerume Tied finnen de Stücken van d’ Niederdeutsche Bühne, de hör Vörsitterske is siet 2010 de Rottendorf-Priesdragerin Elisabeth Georges, in ’t Kleine Haus van de Theater Münster statt un de Spööltied geiht meesttieden van November bit Mai. Sodaan ok van ’t Jahr: A Midsummer Night’s Dream (um 1595) van William Shakespeare is siet Enn November 2019 bit Anfang Mai 2020 as En Midsummernachtsdraum to bewunnern.

Tosamenfaten un Utkiek

Doch potteengaal, welke Persoon dat Theaterleid harr und hett un welke naue Spill up de Agenda stunn un steiht, de Niederdeutsche Bühne vermuch un vermag in all de Jahr heel besünners een Saak unner Bewies to stellen: de Bruukbaarheid van ’t Plattdüütsk för dat Verhaal van Literatuurwarken mit elken Soorten (süh boven; van klüchtig över nadenkelk bit hen to kritisk is all daarbi) ut verschedenen tiedelken Setten. Daarbi gung un gahn hör Inhalten wied över rein folkloristische Pläseer herut, waarum tegen troe Stammpublikum intüsken ok jungere Lüü in de Tokiekerriegen begrött worden könen. In disse Sinn blifft, um disse körte Bidrag oftosluten, to hopen, dat na uns folgen Generatioonen in Anduken un Torüggdenken an Demming / Terfrüchte (2019: 22) dat hier faststellen könen worden: „Die Niederdeutsche Bühne am Theater Münster beginnt ihr [drittes] Jahrhundert.“ Na denn man tau – up de anner hunnert Jahr!

Disse Bidrag is schreven in Oostfreesk Platt.

Dat Kleine Haus van d’ Theater Münster
Hier spöölt de Niederdeutsche Bühne: in ’t Kleine Haus van d’ Theater Münster.

Literatuurlist

Demming, Hannes / Terfrüchte, Dorothee (2019): Die Niederdeutsche Bühne am Theater Münster beginnt ihr zweites Jahrhundert. In: Torhaus aktuell. Münstersche Kultur- und Heimatpflege 2019/2, S. 22-24.

Hoss, Karl (1987): Kultur in der Stadt Münster. Theater und Musik 1945-1976. Münster: Oberstadtdirektor der Stadt Münster, Dezernent für Öffentlichkeitsarbeit.

Noppeney, Petra (2019): Dem Volkstheater verpflichtet. Auch die Niederdeutsche Bühne Münster feiert ihr 100-jähriges Bestehen. In: Westfälische Nachrichten vom 20. März 2019, S. 29.

Schilling, Elmar (2008): Die Niederdeutsche Bühne an den Städtischen Bühnen Münster. In: Peters, Robert / Roolfs, Friedel Helga (Hgg.): Plattdeutsch macht Geschichte. Niederdeutsche Schriftlichkeit in Münster und im Münsterland im Wandel der Jahrhunderte. Münster: Aschendorff, S. 208-210.

Sodmann, Timothy (2019): »Of dat alls waohr is, wat de dao segg?« Theater-Geschichte. 100 Jahre Niederdeutsche Bühne Münster. In: Roolfs, Friedel Helga (Hg.): Die Niederdeutsche Bühne am Theater Münster 1919-2019. Münster: Aschendorff, S. 87-182.

Sprachkurs Westfäölsk — Lektion 7

in Allgemein by

Dies ist ein kleiner Sprachkurs für das Westfälische bzw. Münsterländer Platt. Hier geht’s zu den Lektionen 1, 2, 3, 4, 5 und 6.

Kurze Ausschnitte aus Alltagsgesprächen geben Beispiele für die Sprachanwendung. Anhand kurzer Übungen kann der Inhalt der Lektionen nochmal wiederholt und eingeübt werden.

Viel Spaos bi’t Westfäölsk küern!

Lektion 7

In düsse siëbbente Lektion giff dat eenen praktischen Liäsetext, wudrin dat üm Henwiese för’t Liäsen un Liärn van’t Mönsterlänner Platt un üm de unnerschiedlicken Schriefwiesen geiht. Et süellt nu vörscheidene Wäörderböker un Matriaol för’t Westfäölsk lärn vörstellt warrn. Düsse Böker un Grammatiken hebbt nich blaut plattdütske-hauchdütske Üöwersetten, sonnern auk Tabellen mit de unregelmäßigen Verben för’t Präsens, Präteritum un Perfekt bzw. Partrizip Perfekt.

Up Platt liäsen in eegener Sake – Lährböker to’t Mönsterlänner Platt

Well de plattdütske Spraok faken liäsen dött, kennt dat: anners äs bi’t Hauchdütske giff’t kinne normte Schriefwiese. Schriëwen Dönekes un annere Texte up Platt sind een Düörnener un van Text to Text, van Wäörderbok to Wäörderbok unnerschiedlick.

Dao düsse kleine Spraokkurs-Rubrik in’n Nettelkönning auk blaut kleine Inblicke giëwen kann, hier eenmaol een Üöwerkieken üöwer de westfäölsken Lährböker van Belang:

Walter Born: Kleines Wörterbuch des Münsterländer Platt und Kleine Sprachlehre des Münsterländer Platt

De Kleine Sprachlehre giff een kleinen Inblick üöwer de wichtigste Grammatik, de enen för’t Platt küern brück mit Verbtabellen un mit dat Beschriëwen van de Waordaorten. Daoto is een kleinet Wäörderbok ruut kuemen, dat mit 3000 Wäörde aower blaut auk eenen kleinen Indrück giëwen kann. Beide Böker sind blauts nao antiquarisch to kriegen.

Born, Walter (1978): Kleine Sprachlehre des Münsterländer Platt. Münster.

Born, Walter (1979): Kleines Wörterbuch des Münsterländer Platt. 3. Aufl. Münster.

Rita und Rudolf Averbeck: Dat Mönsterlänner Platt – Lehrbuch und Wörterbuch

Een kumplettet Lährwiärk hebbt Rita un Rudolf Averbeck ferrig brengt. Dat Lehrbuch is een Spraokkurs, mit viëlen Upgawen to’t Liärn van’t alldäglike Platt küern un eenen utförliken Grammatikdeel.

Dat plattdütsk-hauchdütske Wäörderbok hett mit üöwer 14.000 Wäörden eenen grauten Ümfang un wuor mit Spriäkers ut Riesenbiëk (Riesenbeck), Füchtrup (Füchtorf), Billerbiëk un Vüörem (Vorhelm) tosammen stellt.

De Schriefwiese in’t Lährbok un in’t Wäörderbok is daobi heel fröndlick to Lüde, de Platt liärn wüllt, wiel dat se sick an morphologischen Schreibprizipien van’t Hauchdütske anliënt: dat Dehnungs-h ton Biespiël in’t Waort Höhner (Hühner) bliff wu bi’t Hauchdütske auk un is so auk guët äs Mäertahl van’t Waort Hohn (Huhn) bi’t liäsen to kennen. Up de annere Siete teken phonographische Schreibprinzipien dat akkraote Utspriäken an: Breef (Brief) un Breewe (Briefe).

Averbeck, Rita/Averbeck, Rudolf (2007): Dat Mönsterlänner Platt. Lehrbuch. Hörstel.

Averbeck, Rita/Averbeck, Rudolf (2017): Dat Mönsterlänner Platt. Wörterbuch. Hörstel.

Klaus-Werner Kahl: Wörterbuch des Münsterländer Platt

Dat Wäörderbok van Klaus-Werner Kahl is mit 21.000 Wäörder dat dickste Naokieksel. De Schriëwgebode hollen sick barsk an silbische Schreibprinzipien: dat hauchdütske Dehnungs-h wätt gar nich brukt. Langvokale wärd in sloten Silwen dubbelt: Hoon (Huhn), in uopen Silwen allemaol aower eenfack: Hö-ner. An’t End van’t Waort bzw. bi Konsonanten gellt dat morphologische Schreibprinzip, so dat de Waortstamm kennt wärn kann: Breew (Brief) und Breewe (Briefe).

De Vordeel van düsse Schriefwiese ligg daodrin, dat blaut wainig Regeln brukt wärn un de knüppt an de ollen Schriefwiesen vörgoahner Tieden an, äs dat Plattdütske äs Kultur- un Hansespraok wainig mit dat Hauchdütske in Kontakt kuemen is.

Kahl, Klaus-Werner (2009): Wörterbuch des Münsterländer Platt. Hochdeutsch-Plattdeutsch. Plattdeutsch-Hochdeutsch. Mit Regeln für die plattdeutsche Rechtschreibung. 3. Aufl. Münster.

Ik moak di Platt!

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In düsse Kategorie geiht dat normalerwiese dorum, Wöer tou erfinnen för neie Begriffe. Düsset moal schöll dat anners ween. Um tou kieken wecke neijen Wöer dat so güff, hab ick Sieten tou Jugendsproak schmöckert. Dorbie is mi upfallen, dat es för masse Begriffe eegentlich moie plattdütsche Wöer güff. Een paar Öwersettungen Platt-Jugend/ Jugend- Platt:

Hirnblähungen: Jugendsproak för Dummtüch. Unsinn in Kopp of Blödsinn moaken.

Kurvenschuhe anhaben: Jugendsproak för dune ween. De Zustand in de man kummt wenn man masse drinket und in de man masse Dummtüch in Kopp haff.

Cornern: In Jugendsproak ment dat, an een Eck steihn un mit Frünnen schnacken un veelechte ook wat drinken of eeten.Up Platt is dat Klönen: Mit nette Lüe tousome stahn of sitten und dorbei schnacken, drinken un eeten.

Nettelkonning 7: Spraokkontakt

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As dat Plattdütske nich alläine up de Welt is, steiht dat jümmers met annere Spraoken in Kontakt. Vandaage is dat vör allen dat Hoogdütske, womet dat Plattdütske sik verglieken mott. Faken bünt Verännerungen in de Spraoken dat Ergebnis van den Kontakt tüsken Lüe, de up de eene Siete Plattdütsk un up de annere Siete Hochdütsk (of Nedderlandisk, Engelsk, een annern dütsken Dialekt of ene annere Spraoke) proten dait. Dat dat nich blots vandaage so is, dat kann een doa’an säihn, wo Wöer as Buddel of Fünte (für „Taufstein“, von fr. font) all so lange Deel van de plattdütske Spraoke bünt, dat de as Fremdwöer ut dat Französke gar nich mehr to erkennen bünt.

De näije Utgave van den Nettelkönning bestaiht ut folgende Bidräge:

Ji köönt ok in düsse Utgave wäer Bidräge ut de Rubrik Ik maok di Platt, ene Lektion ut den Westfäölsken Spraokkurs (Tallen) un twäi Rezepte finnen (Look-Koken met Speck; De nedderlansk Pudding: Vla).

Wi wünscht jau vääl Pläsier bi’t Läsen!

De Nettelkönning.

Düsse Bidrag is schriewen in Emslänner Platt.

Nettelkönning 6: Sport

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De neijeste Utgave van den Nettelkönning befatt sik met ene van de mooiste Nääbensaken, de een finnen kann: Sport. Mass Lüe drievt sülvst Sport of freut sik doaröver, Lüe tautokieken, de Football späält of rieden dait. Dat is in Mönster jüst so as in Bremen, Hamburg of Dortmund un Magdeburg.

De Bidräge van düsse Utgave:

Ok in düsse Utgave giff dat ene Lektion in den Spraokkurs Westfäölsk un een Rezept to’n naohkooken (Haferflocken-Bananen-Kookjes).

Wi wünscht Jau veel Pläsier bi’t Läsen!

De Nettelkönning

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