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Dat allerbest to d’ 100. Gebuursdag, leve Niederdeutsche Bühne!

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Befaat man*froo sük mit ’t Thema ‚Plattdüütsk un Theater‘, so kummt man*froo neet umto, up de Niederdeutsche Bühne am Theater Münster e. V. to proten to komen – eerst recht neet van ’t Jahr, in dat se al hör hunnertjährige (woll verstahn!) Jubiläum fieren dürt. Doch een na ’t anner…

Daten un Daadsaken van Belang vörof

De Niederdeutsche Bühne wurr up 12. Mai 1919 – also noch neet enmaal een Jahr na Enn van d’ Eerste Weltkrieg in d’ November 1918 – unner de Naam ‚Niederdeutsche Bühne der literarischen Gesellschaft Münster in Westfalen‘ mit ’t dreefoldige Vörhebben gründt, de plattdüütske Spraak eerstdens to fördern, tweedens to plegen un daarmit dreedens to wahren. Wat domaals unner Vörsitz van Friedrich Castelle mit ’t Drama Hatt giegen hatt. Niederdeutsches Bauerndrama in drei Aufzügen (1917, eerste Upföhren in Mönster up 06. April 1919; Regie: Frank Wahl) van d’ later jüüstso bekennte as um siene Leevde to ’t NS-Regime kritisk beoordeelte Heimaaddichter Karl Wagenfeld in een sware Anfangsphase un in d‘ lüttje Kring begunn, mutt vandaag in d’ Rüggblick sünner Twiefel as Erfolgvertellsel sünnerglieken betekent worden. So lesen sük alleen al de wesentliken Daten un Daadsaken överut beindruckend: Bit upstünds (Stand: Dezember 2019) bünd in hunnert Jahr nau 114 egens produzeerte Stücken van 49 Schrieverskes un Schrievers dör 17 Regisseurskes un Regisseuren dörföhrt worden, nämlick 90 Lüstspölen, 14 Dramen, dree Mysterienspölen, twee Kriminaallüstspölen, twee lyrisch-religiööse Fierstünnen, een gemene Upföhren, een Glieknis un en Märken.

Histoorje

Wo laten sük disse Tallen verklaren? Een Kiekje in d’ Histoorje van d’ Niederdeutsche Bühne verraadt, dat ’t to elke Tied slicht genoog engageerte freeiwillige Lüü ut de hele nederdüütske Spraakgewest gaff – daarunner neet tolest de völen (Laien-)Schauspölerinnen und (Laien-)Schauspölers – de ’t umsünst mögelk moken, dat een stüttige Spielbedriev de Niederdeutsche Bühne in ’t vöölklörige Mönsterlänner Theaterangebood inschoov, ja vööl mehr noch: to sien faste Bestahndeel worden leet. De eenstige Utnahm, denn sogaar in d’ Tied van d’ Tweede Weltkrieg (1939-1945) wurr spöölt, was daarbi een Spöölpaus tüsken 1954 un 1958, de ’t dör innerlike Schelen gaff. Daarna was ’t vör all Werner Brüggemann, de sük as Spöölbaas un Regisseur van ruugweg 40 Spillen tüsken 1960 und 1996 (up hum folgde de neet minner bekennte Hannes Demming) um d’ Stadigheid van d’ Niederdeutsche Bühne un van d’ Nederdüütsk an sük besünners verdeent to maken wuss.

De Niederdeutsche Bühne vandaag

Un hüüt? Siet gerume Tied finnen de Stücken van d’ Niederdeutsche Bühne, de hör Vörsitterske is siet 2010 de Rottendorf-Priesdragerin Elisabeth Georges, in ’t Kleine Haus van de Theater Münster statt un de Spööltied geiht meesttieden van November bit Mai. Sodaan ok van ’t Jahr: A Midsummer Night’s Dream (um 1595) van William Shakespeare is siet Enn November 2019 bit Anfang Mai 2020 as En Midsummernachtsdraum to bewunnern.

Tosamenfaten un Utkiek

Doch potteengaal, welke Persoon dat Theaterleid harr und hett un welke naue Spill up de Agenda stunn un steiht, de Niederdeutsche Bühne vermuch un vermag in all de Jahr heel besünners een Saak unner Bewies to stellen: de Bruukbaarheid van ’t Plattdüütsk för dat Verhaal van Literatuurwarken mit elken Soorten (süh boven; van klüchtig över nadenkelk bit hen to kritisk is all daarbi) ut verschedenen tiedelken Setten. Daarbi gung un gahn hör Inhalten wied över rein folkloristische Pläseer herut, waarum tegen troe Stammpublikum intüsken ok jungere Lüü in de Tokiekerriegen begrött worden könen. In disse Sinn blifft, um disse körte Bidrag oftosluten, to hopen, dat na uns folgen Generatioonen in Anduken un Torüggdenken an Demming / Terfrüchte (2019: 22) dat hier faststellen könen worden: „Die Niederdeutsche Bühne am Theater Münster beginnt ihr [drittes] Jahrhundert.“ Na denn man tau – up de anner hunnert Jahr!

Disse Bidrag is schreven in Oostfreesk Platt.

Dat Kleine Haus van d’ Theater Münster
Hier spöölt de Niederdeutsche Bühne: in ’t Kleine Haus van d’ Theater Münster.

Literatuurlist

Demming, Hannes / Terfrüchte, Dorothee (2019): Die Niederdeutsche Bühne am Theater Münster beginnt ihr zweites Jahrhundert. In: Torhaus aktuell. Münstersche Kultur- und Heimatpflege 2019/2, S. 22-24.

Hoss, Karl (1987): Kultur in der Stadt Münster. Theater und Musik 1945-1976. Münster: Oberstadtdirektor der Stadt Münster, Dezernent für Öffentlichkeitsarbeit.

Noppeney, Petra (2019): Dem Volkstheater verpflichtet. Auch die Niederdeutsche Bühne Münster feiert ihr 100-jähriges Bestehen. In: Westfälische Nachrichten vom 20. März 2019, S. 29.

Schilling, Elmar (2008): Die Niederdeutsche Bühne an den Städtischen Bühnen Münster. In: Peters, Robert / Roolfs, Friedel Helga (Hgg.): Plattdeutsch macht Geschichte. Niederdeutsche Schriftlichkeit in Münster und im Münsterland im Wandel der Jahrhunderte. Münster: Aschendorff, S. 208-210.

Sodmann, Timothy (2019): »Of dat alls waohr is, wat de dao segg?« Theater-Geschichte. 100 Jahre Niederdeutsche Bühne Münster. In: Roolfs, Friedel Helga (Hg.): Die Niederdeutsche Bühne am Theater Münster 1919-2019. Münster: Aschendorff, S. 87-182.

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