Eine plattdeutsche online-Zeitschrift

Author

Eekkater

Eekkater has 11 articles published.

image_pdfimage_print

Konkurrenzkampf bie Späälekonsolen

in Allgemein by

Computer un Konsolen wäert geern tau Unnerhaltung nutzet, doch de Elektronikhersteller vernäähmt de Konkurrenzdruck un kennen, dat näie Innovationen (Information tau de Geschichte van Späälekonsolen giff et hier) nödig bünt, üm de Kunden bie Lune tau hollen.

Konkurrenz van Konsolen un PCs

Konkurrenz bie Konsolen un PCs giff et siet de 1970ern, äs käägen de Computer Marken as Atari off Sega äntredden. Up de ümkämmpkeden Märket van’n Späälekonsolen tellt vandaoge Sony, Microsoft un Nintendo tau de wichtigsten Konsolenherstellern. Vör aallem Sony un Microsoft konkurrieren üm de höchste Verkoopstaohlen, worbie de japanische Hersteller Sony vörn ligg.

Entschaidend in’n Konkurrenzkampf bünt de exklusiv för ene Konsole rutgaowene Spääletitel, wecke een wichtiges Koopargument darstellen. Hier ligg de PC vörn, da Konsolenspääle mäist dütlick düerer bünt äs PC-Spääle. Taudem konnen lange Tied kene brukeden Spääle in’n Konsolen nutzt wäern, wat sik in Tüskentied ännert häff.

Späälekonsolen staohn aower nich bloot unneräiänner in Konkurrenz, sünnern säi konkurrieren ok tau annern Medien, worümme een Däil van’n Konsolenkrieg de Priesgestaltung is. So is bspw. de PlayStation4 ca. 100€ billiger äs de Xbox One, wecke weerümme ene Kamera metlääwert. In’n Vergliek tau PCs wäern Konsolen aowerwäägend för tau Huus kofft un däenen de Unnerhaltung, dorümme bünt säi ümme äiniges günstiger äs tau verglieken läistungsstärke PCs.

Ok in Bezug up de Technik staohn Konsolen un PCs in Konkurrenz: PCs laoten sik aohne Wiederes uprüttsen, Konsolen nich – willt man de näiesten Spääle späälen, mot man all poor Jaohre ene näie Konsole kopen. Nich bloot in Bezug op Technik un Pries konkurrieren de Späälekonsolen, sünnern natürlick ok in Bezug up Verkoopstaohlen. Met Ständ September 2019 hält sik weltwiet de PlayStation2 wacker up de eersten Platz, dichte folgt van’n Nintendo DS up Platz twäi, Platz dräi belegg de Game Boy.

Näie Streamingdenste

De Märketänführer van’n Späälekonsolen krigg siet Näistem wiedere Konkurrenz: Streamingdenste könnten de häile Branche dörnännerwirbeln. Bspw. will Google met’n Streamingdenst Stadia Videospääle aowerall un up Knoopdruck änbäien. Ok annere Änbäier dränget ok in’n Märket för Cloud-Spääle: Sony bütt de Denst PlayStation Now än, et giff de französischen Denst Shadow, Microsoft arbaitet än enem Ängebott naomens XCloud un ok Apple mochte met Arcade Spääle tau’n Download praotstellen – een digitaler Märketplatz häil aohne physische Konsolen.

Et wäerd sik wiesen, off Streamingdenste de Späälekonsolen offlösen un de näöhste Generation van’n Konsolen mäögelk de leßte wään wäerd. Denn et könnt wüddelk de leßte Generation wään, wenn man van enem Konsolenzyklus utgaiht, de etwa söben Jaohre duert.

Düsse Bidrag is schriewen in Emslänner Platt.

Quellen:

Dat Ohnsorg-Theater

in Kultur by

Geschichte

Dat Ohnsorg-Theater wörd 1902 up Initiative van’n Richard Ohnsorg unner de Naomen Dramatische Gesellschaft Hamburg gründet, wecke 1906 in Gesellschaft für dramatische Kunst ümmebenöimet wörd. In’n ersten Jaohren här de Gesellschaft kienen Bezug tau de plattdütske Spraoke. Dat häff sik 1910 ännert, äs Richard Ohnsorg de Vörstand un de künstlerische Leitung aowernaohmt häff. Ohnsorg woll nich an’n plattdütske Theatertradition änknüppen, häi woll weg van’n plattdütsken Possenspääle un Schwänken van’t 19. Jaohrhunnert.

1916 gerodde Ohnsorg de Dörbräoke mit de Gedenkfier för sien fallen Autor Gorch Fock (richtiger Naome wör Johann Kienau). De 5. April 1918 wörd tau wichtigsten Däg för Ohnsorg, weil de Urupführung van’t Stück De Fährkrog van Hermann Boßmann, sien näier Autor, häff passeert. 1920 is et tau ener Naomensännerung in Niederdeutsche Bühne Hamburg kaomt. 1946 kreeg et de Naomen Richard-Ohnsorg-Theater, vandaoge it dat Ohnsorg-Theater ene GmbH un Äigentümer is de Niederdeutsche Bühne Hamburg e.V.

Rundfunk un Fernsehen

Af 1924 is dat Ensemble ok allman bie de NORAG vör de Rundfunkmikrophone trett, de Tauhopearbäit wörd noa de Gründung van’n NWDR Hamburg un laoter van’n NDR bis in de Käägenwart fortsettet. Bie de Produktionen handelte et sik in’n mäisten Fällen üm Mundoort-Hörspääle van unnerschäidelke Genres. Siet 1954 wäern Upführungen van’n Ohnsorg-Theater in’n dütsken Fernsehen sendet, wodör dat Ohnsorg-Theater släggoortig in Dütskland bekannt wörd. Üm een bräiteres Publikum tau recken, wäerd bie de Fernsehuptäiknungen keen rines Plattdütsk spraokt, sünnern ene stärk norddütsk infärwet Form van’n Hochdütsk, dat Missingsch. De eerste Fernsehsendung kööm an’n 13. März 1954 mit de Stück Seine Majestät Gustav Krause.

Ümmetrecken un bis vandaoge

In’n September 1936 konn de Niederdeutsche Bühne in dat Kleine Lustspielhaus an’n Großen Bleichen luken, wor dat Ohnsorg-Theater bis 2011 tau Huus wör. Siet de Späältied 2011/2012 is dat Ohnsorg-Theater in’n Bieberhaus an’n Heidi-Kabel-Platz 1 tau Huus. De Ümmetrecken in’t näie Huus mit gauder Erreichbarkeit, bääteren Platzverhältnissen, ener erstklassigen technischen Utstattung un de baowenbott Studio-Bühne bütt de Ohnsorg-Theater hervorragende Perspektiven. Dat neue Studio wörd in de Späiltiet 2012/2013 aopenmaket un up de Späilplan staohn Stücke, wecke tüürt een junges Publikum anspraoken. De Schwerpunkt liggt up de Kinner- un Jugendtheater – op Platt.

Noch bis Februar 2020 lopp in’t Großen Haus de Komödie Alarm in’t Granthotel – Suite Surrender van Michael McKeever.

Düsse Bidrag is schriewen in Emslänner Platt.

Quellen:

De Pälzer Spraokinsel an’n Niederrhein

in Kultur/Sprache by

Siet ca. 260 Jaohren wäerd in’n Dörper Pfalzdorf, Louisendorf un Neulouisendorf an’n linken Niederrhein in’n Näöchte van Goch Pälzersch protet. De pälzische Spraokinsel liggt in’n ütersten Westen van Dütskland links van Niederrhein tau de niederlandeske Grense hin up de Niederrheinischen Höchtezug tüsken de Orte Goch, Kalkar un Kleve.

Siedlungsgeschichte van’n Pälzer an’n Niederrhein

De schlechte wirtschaftlicke Laoge, Kriege un Unnerdrückung van’n Protestanten van’n pälzischen Kurfürsten Siete führten Änfäng van’t 18. Jaohrhunnert tau ener räägelrächten Utwanderungsflaut. 1741 möök sik ene Trupp ut’n Kurpalz up’n Wegg nao Rotterdam, van wor ut säi än’n amerikanische Oostküste aowerschüppern willen. Vääle middellosse Utwanderer konnen de hohen Kosten van’n Säiraise nich betaolen, sodat säi in’n Niederlanden blieven. Üm düss intaudämmen, laotet de niederländischen Behörden nur noch Emigranten aower de Grense, wecke een gültigen Aowerfohrtskontrakt hatt. Ut düsse Ursaoke gerodde 1741 ok de Utwanderungspläöne van’n Trupp ut’n Kurpalz nich, woruphen de preußischen Behörden in Kleve de etwa 20 Familien enen Däil van’n Gocher Heide tau de Besiedlung aowerlaoten, wor dat heutige Pfalzdorf gründet wörd. In’t 19. Jaohrhunnert köömen noch Louisendorf (1820) un Neulouisendorf (1827) daotau. Mit eerer rheinfränkischen Mundoort in’n sonst niederfränkische Gäägend wörden de Kolonisten somit ene Spraokinsel. Hauptursaoke för de Offgrenzung wör de konfessionelle Unnerschäidelkheit: de Niederrheiner wörn katholischer Konfession un köömen somit för de protestantischen Änsiedler äs Traaupartner nich in Fraoge, wat ene soziale un somit ok spraoklicke Assimilation van’n Pälzer uphollte. Erst in’t 20. Jaohrhunnert brääk düsses Muster up un et wörd ut dat Dörp uttraauet. Hintau kump, dat de Kinners de in’n Dörper änsässigen Schaulen besochten.

Spraoklicke Merkmaole van’t Pälzersch

De pälzische Mundoort van’n Dörpbewaohner, Pälzersch nöimet, unnerschäidet sik dütlick van’n dütsken Standardspraoke un noch mehr van’n kleverländischen Mundoort van’n ümliggenden niederrheinischen Orte. Ümme de Isolation un de Lääwenstrukturen konn sik de mitbrocht rheinfränkische Mundoort bit in’n heutige Tied hollen. Markante Unnerschäide ergäwwen sik dör de geographische Laoge van’n pälzischen „Utgangs“-Mundoort. För dat Pälzische bünt dialektgeographisch väer Isoglossen entschaidend. Dat bünt tau enen de twäi Linien van’n Rheinischen Fächer, wecker sik infolge van’n Zweiten Lautverschiebung ergäwwen häff: de dat-das-Linie in’n Oosten un de Appel-Apfel-Linie in’n Süden. Typisk för’n pälzische Mundoort is de Utspraoke van /st/ äs scht (bspw. fescht ‚fest‘). Hintau kump de südwestlicke Afgrensung dör de Eis-Is-Linie. Ok ligg dat Pälzische tau grooten Däilen in’n Gäägend van’n d– un t-Rhotazimus, wat de Wandel van d un t tau r in vokalischer Ümgebung betäiket (bspw. Brure ‚Bruder‘). Ok de Vokale träet offwäikend tau’n Standardspraoke un dat Kleverländische up: bspw. de Entrundung van /ü/ und /ö/ un dat Fäählen van’n Diphthong eu (bspw. Stick ‚Stück‘, grien ‚grün‘ un nei ’neu‘). Äs urpälzisches Merkmaol gilt dat hinnere, (halb)gerundete a.

Aktuelle (spraoklicke) Situation

Eerst käägen Ende van’t 19. Jaohrhunnert un leßtlick eerst in’n Loope van’t leßten Jaohrhunnert ännerten sik de Gegäwwenheiten in Rooje Integration un Assimilation, wat sik ok in’n spraoklicken Verhältnissen weerspäigelt. Verbääterte Verkehrsbedingungen un de dormit verbunnene Mobilität, Vebräitung van’n Massenmedien un de Verstädterung in’n leßten Joahrzehnten häbbt düsse Entwicklung begünstigt. Hintau kaomen twäi wiedere Maite: de dräi pälzischen Siedlungen bilden administrativ kene Eenheit. Bit 1969 wörn säi sik sülwes verwaltende Orte, wecke in’n Raohmen van’n kommunalen Neugliederung in unnerschäidelke Orte ingemeindet wörden (Pfalzdorf wörd een Ortsdäil van Goch un Louisendorf hört tau Kalkar). So wör de in sik slaotene (Spraok-)Inselstruktur upbraoken. Tau annern wör de Schließung van’n Dörpschaulen een insnäendes Ereignis in’n Kolonialvertellsel. Siet de Schaulreform mäöt de Kinner in’n Schaulen van’n ümliggenden Orte gaohn. Dör de taunehmende Milderung van’n religiösen Änsichten wörden alltied häufiger Ehen tüsken protestantischen Pälzern un katholischen Niederrheinern slaoten. De Kontakt tau de Ümgäwwung erfödderte ene spraoklicke Assimilation, worbie in’n Räägel ene Orientierung tau de Spraoke van’n Mehrheit erfolgt. All düsse Faktoren mööken enen verstärkten Kontakt tau de Ümgäwwung mäögelk un ok nötig. Ok de Normierung dör de Schaule in Bezug up de Bruuk van’n Standardspraoke späält darbie ene entschäidende Rolle. De typisken Domänen van’n Mundoortbruuk gaoht verloren. Dör de Mischehen kriegen ok annere Varietäten Einzug in’n Familie. D.h., in Situationen, in däi normalerwiese in’n Mundoort protet wäerd un de prägend bünt för wiedere – ok spraoklicke – Entwicklung, mäöten nu verstärkt annere Varitäten nutzt wäern. Somit nehmen de Mäögelkkeiten, Pälzisch tau proten, stark af. Dat Pälzersch wäerd in’n heutigen Tied bloot noch allman van’n ölleren Inwaohner protet. Tausstellend kann man fastehollen, dat för de pälzische Spraokinsel van enen äindeutigen Mundoortrückgang protet wäern kann. An’n Stääe van’n alltied wieder trügge drängten Mundoort trett dorbie dat Hochdütske.

Düsse Bidrag is schriewen in Emslänner Platt.

Quellen:

  • Beyer, Rahel (2011): Tendenzen der generationsbedingten Variation im pfälzischen Sprachinseldialekt am Niederrhein. In: Ganswindt, Brigitte; Purschke, Christoph (Hg.): Perspektiven der Variationslinguistik. Beiträge aus dem Forum Sprachvariation. (= Germanistische Linguistik 216-217). Hildesheim, Zürich, New York: Olms. S. 57-77.
  • Schiering, René (2003): Zur Dokumentation des Pälzersch in Pfalzdorf, Louisendorf und Neulouisendorf (Niederrhein) – Bericht eines zweiwöchigen Feldforschungsaufenthaltes. In: bulletin no. 10. Mitteilungen der Gesellschaft für bedrohte Sprachen e.V. Herausgegeben von der Gesellschaft für bedrohte Sprachen e.V., S. 7-14.
  • https://rheinische-landeskunde.lvr.de/de/sprache/wissensportal_neu/dialekt_1/dialektinseln_1/pfaelzer_sprachinsel.html, 01.07.2019

Sparkassen Mönsterland Giro

in Sport by

De Sparkassen Mönsterland Giro is een Eendaogesrennen in’t Mönsterland, wecker aale Johre an’n 3. Oktober passeert. Nao de Vattenfall Cyclassics gilt dat Rennen käägen de Bayern-Rundfahrt un Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt mit tau de gröttsten Rädrennen in Dütskland.

Mönster äs Zielort staiht alltied faste, män de Start wesselt aower unnerschäidelke Orte van’t Mönsterland un dornao verännert sik ok de Tuur. Dütt wörd inföhrt, üm för de Föhrer un Taukiekers vermaokelke Rennen tau organisieren. So wörd beslaoten, aale Johre wesseld bloot enen Mönsterland-Kreis äs Gastgääwerregion tau nutzen, noch mehr Rundkurse intaubauden, de Tuur midden dör de Orte tau läien un mindestens ene Steigungsetappe tau integrieren.

Käägen de Profirennen finnet noch de Naowuchsrennen (U15 un U17) in’n Binnenstädt van Mönster statt. Doatau giff et Jedermann-Rennen aower unnerschäidelke Turen för Amateure un Geläägenheits-Radsportler, deren Turen sik däilwiese mit’n Kurs van’n professionellen Radföhrer aowersnien. Siet 2017 wäerd än’n Startort van’t Profirennen een Münsterland Giro Inklusiv (nich bloot) för Mensken mit Beeinträchtigungen utdraogen.

De Stellenwert van’n Mönsterland Giro is ut sportlicker Perspektive ziemlick hoch. Et tellt tau de Top-Sesse-Eendaogesrennen in Dütskland, wecker nich bloot bie de Taukiekers an’n Tuur beläivt is. Ok de Föhrer mäöget dat Rennen: Wecke Föhrer nutzen dütt äs Saisonoffschluss off säi maoken sik för de Lombardei-Rundfahrt (Mitte Oktober) kloor. Tau änneren wäerd de Tuurführung mit de Rundkursstruktur bevörzugt, dor de Föhrer sik so de Tuur gaauer einprägen käönen.

Kien Platz för Langewiele: In Mönster äs Zielort wäerd de Taukiekers een buntes un väälsietiges Programm anboarn, denn up ener grooten Aktionsfläche un unnerschäidelken Bühnen sowie op de heele Zielgeraden giff dat een grootes Erlebnis- un Mitmachprogramm. Een Höchtepunkt is dat Fette-Reifen-Rennen för 8- bis 13-jöhrige Kinner, bie weckem säi ene Runde up de Binnenstädtparcours van Mönster föhrn, bevör de Radprofis de Städt recken. Üm de Aufmerksamkeit van’n Taukiekers an’n Turen tau binnen un tau belohnen, wäern in drok achter in’änner Offfolge de nao Distanz un Duer unnerschäidelken Rennen eng in’änner packt.

Düsse Bidrag is schriewen in Emslänner Platt. Quellen: https://www.lwl.org/LWL/Kultur/Westfalen_Regional/Bildung_Kultur/Giro und https://www.muensterland-giro.de/ (letzter Zugriff: 13.02.2019)

De Weltärwe Zollverein

in Kultur/Reise by
  • IMG_0431.jpg
  • IMG_0432.jpg
  • IMG_0435.jpg
  • IMG_0433.jpg
  • Zwischenablage02.jpg

De Zeche Zollverein wör een aktives Stäinkäohlebergwärk in Essen, wecker äinmaol de gröttste un läistungsstärkste Stäinkäohlezeche van de Welt und de gröttste Zentralkokerei van Europa wör. Et wör van 1851-1986 aktiv un hört siet 2001 tau de Weltärwe van de UNESCO. Hiertau hören de Schachtänlaogen 12 un 1/2/8 un ok de Kokerei Zollverein. De Zeche is vandaoge een Architektur- un Industriedenkmaol.

Laoge

Dat Hauptgelände van de Zeche Zollverein ligg in’t noordöstlicken Städtdäil Stoppenberg, ängrensend än de Städtdäile Katernberg un Schonnebeck. Die Kokerei Zollverein ligg tüsken Arendahls Wiese, Köln-Mindener-Straote un Großwesterkamp.

Geschichte

De Gründung van de Zeche göng van de Industriellen Franz Haniel ut, wecke et 1834 eerstmaols geraot, in Essen-Schönebeck de Mergellaoge tau dörstoten un sodäönig de Wäiken för de Zeche Zollverein tau stellen. 1847 gründete Franz Haniel de bergrächtlicke Gewerkschaft Zeche Zollverein un verdäilde de Ändäile binnenin siene Familie. In’n äigeste Johr begonnen de Abteufarbaiten för Schacht 1, 1852 wörd Schacht 2 in Betrieb naohmen. Aff 1857 wörden wecke Meileräöwends äs Vörstufe van de Kokerei betrieben, wecke 1866 dör ene moderne Kokerei mit Maschinenäöwends versettet wörd. Schacht 3 göng 1882 in Betrieb. All 1890 wörd 1 Million Tunnen Stäinkäohle tau Däge brocht, wormit de Zeche Zollverein dat Bergwärk mit de höchste Johresförderung in Dütskland wör. In de dorupnaokaomenden Johren wörd dat Kuhlengebäude umfangreich utbaut. Et erfolgten wiedere Modernisierungen, Kooperationen un Aowernöhmen dör ännere Bergwärk-AGs. Ok de Förderläistung wörd immens verbäätert: In’n Johr 1937 leeg säi bie 3,6 Millionen Tunnen bei 6900 Kumpels. Nao de Zweiten Weltkrieg kömm et tau Rationalisierungen un Stillleggungen van unnerschäidelke Schachtänloagen. An’t 23. Dezember 1986 wörden aale verbliebenen Förderänlaogen stillleggt, de Kokerei wörd bit 1993 wieder betrieben un Schacht 2 un 12 wäert bit vandaoge för de Waoterhaltung nutzet.

Van’t Bergwärk tau de Industriekultur

Nao de Stillleggung 1986 koffte dat Land Nordrhein-Westfalen dat Gelände van’n Schacht 12, wecke all unner Denkmaolschutz stönd. De Gesamtfläche van’n Zeche Zollverein is da gröttste flächenmäßige Denkmaol van’n Städt Essen. In de naokaomenden Johren wörd dat Gelände saniert, wecke 1999 offslaoten wörd. Siet 2008 is de Stiftung Zeche Zollverein för de Erhalt un de Nutzung tauständig. Besünners in’n Sommer bütt dat Weltärwe-Gelände taohlrieken Veranstaltungen äs Konzerten, Open-Air-Kino off ok enem Gourmet-Festival Platz. Tau de wiederen Highlights hört de Kunstmesse contemporary art ruhr (C.A.R.) un ok Festivals äs de ExtraSchicht un de Ruhrtriennale.

De Denkmaolpätt Zollverein

Up düssem Denkmaolpätt kann man de Industriegeschichte van de Zeche un de Kokerei Zollverein naovulltrecken: van’t aktiven Bergwärk tau enem modernen Kulturstandort (Informationen tau de Geschichte van’t Bergwärk giff et hier). In de authentisch erhaltenen Änlaogen lätt sik de Wegg van’n Käohle naovulltrecken. De gigantischen Maschinen, Transportbände, Förderwaogen, Bunker un Trichter staoht för ene bewegte un bewegende Industriegeschichte. Up düssen Pätt bekaomt man käägen de technischen Details tau de Zeche un Kokerei vääle Informationen aower de domaoligen Arbaits- un Lääwenbedingungen van de Kumpels un Kokers. De Stiftung Zollverein bäit toahlrieke Führungen än, wecke enen gauden Inblick in’n Tied, in wecke de Änloagen noch aktiv wörn, gääwen. Mehr Informationen tau de Führungen un de aktuellen Veranstaltungen giff et hier. Siet 2001 befinnet sik in’t Gebäude van de Käohlenwesske dat Ruhr-Museum, in wecke ene Duerutstellung un Wesselutstellungen de Geschichte un Gegenwart van’t Ruhrgebiet dokumentieren.

Düsse Bidrag is schriewen in Emslänner Platt.

 

Quellen:

https://www.nrw-tourismus.de/a-zeche-zollverein
https://www.ruhrgebiet-industriekultur.de/zollverein.html 
https://www.zollverein.de/ (letzter Zugriff: 21.11.2018)

Plattdütsk in’t Radio

in Allgemein/Kultur by

Wenn man an’t Plattdütsk in de Medien denkt, denkt man besünners an traditionelle Medien as dat Bauk, Theater off aaltauhope plattdütske Literatur. Aower ok in de näimöidsken Massenmedien is dat Plattdütske vandaoge verträäen – sei et in de Tiedschriften, in’n Werbung, in WhatsApp-Naorichten, in’t Fernsehen off in’t Rundfunk. De Funkschoon van’t Plattdütsk in de Medien bewäägt sik doabie tüsken Kulturauftrag un Verprötengeprogramm. Kloor dräöwen doa plattdütske Radiosendungen nich fäählen. Dat düsse van de Lüüe höört wäern, wieset de hohen Inschaoltquoten plattdütsker Rundfunksendungen. Aower wo kann man sücke Sendungen hören un wecke gift et äöwerhaupt?

Plattdütske Naorichten un Programme wäern van unnerschäidelken niederdütsken Radiosendern änbaoen. Käägen de Spartensendungen met Musik, Informatschoon un Verprötenge un dat plattdütske Höörspääl giff dat siet Midde van’t Joahr 1977 de plattdütsken Weltnaorichten van Radio Bremen Eins. Taueerst köömen säi twäimaol van’t Week, dingesdaoges un fräidaoges, siet 1997 kann man säi van Maondäg bit Fräidäg üm 10.30 Uhr op Radio Bremen Eins hören. Ok de Noorddütske Rundfunk sendet Naorichten op Platt un ok de privaten Rundfunkanstalten bäien unnerschäidelke Sendungen än, de däilwies Däg för Däg tau hören bünt. Et handelt sik doabie aower nich üm regionale Naorichten, üm Übersetzungen van in hoogdütsker Spraoke sendet Weltnaorichten. Siet wecken Jaohrn käönen düsse Naorichten aowerall empfangen wäern, weil säi bünt in’t Internet äs uk tau lääsen äs uk tau hören (Klick hier). Dat giff aower nich bloot Naorichtensendungen, sunnern biespäälswiese ok plattdütske Höörspääle – dat eerste plattdütske Höörspääl wörd all 1930 van’t Noorddütsken Rundfunk utstraohlt. Off een „Dauerbrenner“ van de aopentlick-rächtlicken Anstalten is siet 1956 de plattdütske Morgenprötkerie Hör mal´n beten to.

Än’t düsse Stääe is et wichtig toa seggen, dat de Bedüden van de Medien för de Fortbestand van’t Regionalspraoke Niederdütsk un deren Gebruuk groot is, weil för de mäisten Plattproter bedüüet de Berücksichtigung ähr Spraoke in de Medien een Stärkung ähres spraoklicken Selbstwertes un de Unnerstriekung ener noorddütsken regionalen Identität. Doatau kump de entschäidende Stützfunkschoon van de Medien, weil de Taukunft van’t plattdütsken Spraoke is in eerster Strääke dorvon offhängig, inwowiet de Spraoke van de Lüüe leert un ok protet wäerd. Dör de Medien kann dat Plattdütsk verbräitet wäern un doamet einher gaoht natürlik ok de Stärkung van’t Plattdütske än sik.

Düsse Bidrag is schriewen in Emslänner Platt.

(Quellen: https://www.radiobremen.de/unternehmen/presse/radio/pressemitteilung554.html, 06.08.2018)

Harr Säi et wüßt? – Plattdütske Wöer in’n Alldag

in Kultur by
  • IMG_1169.jpg
  • IMG_1172.jpg
  • IMG_1170.jpg
  • IMG_1171.jpg

Et wäerd alltied wäer beklaogt, dät de Bruuk van’n plattdütsken Wöern, besünners ok in’n aale Daoge Ümgäng mitäinänner, trüggegaoht. Vääle Begrüppe ut’t aale Daoge Lääwen bünt nich mehr äs plattdütske Utdrücke vörhänden. Vääle Begrüppe in’n Alldag wäert stump ut de engelske Spraoke äöwernaohmt, besünners Utdrücke ut de Computerwelt. De Woortschatz vergröttert sik dör Frömdwöer. Aower nich bloot, natürlick giff käägen Frömdwöer ok plattdütske Wöer in use Spraoke. Vandaoge koamt vääle Wöer in’n Alldag vör, van däi man nich wäit, dät säi plattdütsk bünt. Wi verwennt nich wäätend plattdütske Begrüppe in’n Alldag – sogor mehr äs man denkt. Däilwiese bünt säi in’t Haugdütsken so faste veränkert, dät säi de haugdütsken Utdruck verdrängt häbbt, bspw. plattdütsk Nichte än Stääe van haugdütsk Kusine off Base. De Lieste is noit vullallman un mott alltied ergänzt wäern. Hier finnt Säi een poor Biespeele för plattdütske Utdrücke, wecke in’n haugdütsken Alldag vörkaomt:

Ut de Bereich van de Nomen:

Bammel is plattdütsk för ‚Angst‘; Bommel för ‚baumelndes Ding‘ off Bollerwagen staiht för ‚Handwagen mit Holzrädern‘. Pieks is een Woort för haugdütsk ‚Stich‘ off Fussel bedutt ‚Fluse, Faser, kleiner Faden‘. Kabuf staiht för ‚kleiner Raum, Hütte‘; Dusel för ‚Taumel, Sturz, unverdientes Glück‘ un Plörre för ’nicht gute Flüssigkeit wie Suppe mit wenig Einlage‘ off ‚zu dünner Kaffee‘. Een wiedere plattdütskes Nomen is Kanickel för ‚Kaninchen‘.

Ut de Bereich van de Verben:

Et giff vääle plattdütske Verben, wecke wi aale Daoge brukt sünner tau wääten, dät säi een plattdütksen Ursprung häbbt. Biespeele dorför bünt murksen för ‚töten, umbringen, schlachten‘; blaffen för ‚bellen, anschnauzen‘; bibbern för ‚heftig beben, zittern‘ off druksen för ‚zögern‘. Wiedere bünt: killern för ‚kitzeln‘; klamüsern för ‚auseinandersetzen, grübeln, basteln‘ off ruckeln staiht för ‚wackeln, ruckartig bewegen‘.

Ut de Bereich van de Adjektive:

Ok vääle Adjektive bünt in’n aale Doage Brut tau finnen. Unner ännerem baf för ’sprachlos‘; bedröppelt för ‚verlegen‘; mau för ‚dürftig, kläglich‘; pingelig för ‚kleinlich‘ un ramdösig för ‚verrückt, bekloppt‘. Ok wacker ‚flink, wach, aufgweckt‘; düster ‚dunkel, finster‘ un mickerig ’schwächlich, klein, winzig‘ bünt plattdütske Adjektive, wecke van us brukt wäern.

Heel typisk bünt ok de Begrüppe, wecke in’n Titelbeld tau säihn bünt: Pot, Schrubber, Trecker un Fluppe. De mäisten Lüüe wäät nich, dät et plattdütske Utdrücke bünt. Un so bünt vääle wiedere plattdütske Wöer in use Alldag un prent use Woortschatz.

Düsse Bidrag is schriewen in Emslänner Platt.

(Quellen:http://www.plattdeutsch.net/pages/platt-verstehen.php (28.03.2018) und Kahl, Klaus Werner (2003): Wörterbuch des Münsterländer Platt. Münster: Aschendorff.)

Struwen – westfaolskes Karfräidagsrezept

in Essen & Trinken by
  • IMG_1006.jpg
    (c) Wannerup
  • IMG_1007.jpg
    (c) Wannerup
  • IMG_1008.jpg
    (c) Wannerup
  • IMG_1009-e1492253969548.jpg
    (c)Wannerup

Düsse Maohltied is een typisk westfaolskes Karfräidagsäten. Struwen bünt Hefepannkouken, de besünners in’t Mönsterland, aower ok in Gägenden äs den Nedderrhien an Karfräidag äten wäern. Normalerwies bestaoht säi ut een’n Hefeteig mit Rosinen off Appelstücksken.

Dat Woort Struwen

Dat Woort Struwen kaomt van’t aoltsassisch Woort struva un bedüdet ‚wat Krüseltes‘ off ‚wat Kruses‘. De Wöer sik strüwen, Strubbel off Struwwel (äs biespillswiese in’t Woort Strubbel- off Struwwelpeter) häbbt desülvig etymologische Herkomen äs Struwen.

Siet wenner giff et Struwen?

Äs dat schient, bünt säi doch öller äs bither dacht. För’t erste Maol wäörd se in ener lateinisch schriewen Urkunn van’n Bischop Erpho van Mönster van’t Jaohr 1090 näömt. Dao staoht binnen, dat de Klosterfraulüü van de adelig Damenstift Freckenhorst tau Wiehnachten, Paosken un Pingsten en Gericht krägen häbbt, dat äs struva betekend waorn is. In de Urkunn wörd nich schriewet, waorut dat Äten besteiht. Aower later wörd met Struwen ene Aort Pannkouken näömt. Man kann daorüm dorvan utgaohn, dat dat sik in de Urkunn üm dat typisk westfaolske Gericht Struwen hannelt off toumindst üm ene ähnliche Vorform.

Hier dat Rezept:

De Bigaven (för 12-15 Stöck)

  • 500 g Mähl
  • 3/8 l Melk
  • 40 g Hefe
  • 2 EL Zucker
  • 125 g Rosinen
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Saolt
  • Fett, för’t Utbacken

Arbeidstiet: ca. 20 Minuten un Ruhtiet: ca. 1 Stünn.

Tourechtmaoken

  1. De Hefe bröckeln un mit bissken lauwarme Melk upgaohn laoten.
  2. Dat Mähl in een Napp gäven un aole Bigaven, ok de upgaohn Hefe, taugääwen un met de lauwarme Melk anräöhren. Den Deeg maot toumindst een Stüün gaohn.
  3. Naoh düsse Tiet dat Fett in ene Panne häit maoken. Mit en’n Ätlööpel den Deeg ut de Napp nähmen un met en’n twäide Lööpel in’n Panne afstriepen. De Struwen ca. handtellergroot utstrieken un van baide Sieten fien brun wäern laoten. Bi mittlerer Häite de Struwen van elke Siete twäi bit dräi Minütkes backen. De Temperatur söllde nich tau houg wään, süss bünt de Struwen in de Midde noch nich gar.
  4. Vör dat Updragen de Struwen dick met Puderzucker besträuben.
  5. De Struwen käönt ok biespillswiese met Appelmous off Nutella äten wäern. De mögt, käönt ok de doppelte Menge Rosinen nähm un minder Saolt.

Maohltied!

Düsse Bidrag is schriewen in Emslänner Platt.

(Quellennachweis: Norbert, Nagel (2009): Stiftsdamen aßen schon vor 920 Jahren Struwen. In: Westfälische Nachrichten vom 08.04.2009).

Näijaohrsbrüke in Dütskland

in Essen & Trinken/Kultur by
  • IMG_1127.jpg

All Albert Einstein har seggt: „Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und wenn es schlecht war, ja dann erst recht“. De Silvesternacht un de Jaohrswessel brengt ne Masse Näijaohrsbrüke un Traditschoonen met sik. Hier kanns du naoläsen, wecke Rituale un Symbole tau’n Jaohreswessel doatau hört.

Füerwarken tau’n Jaohreswessel

Silvester tellt as Hilligaobend tau de hillgen Nächten un brengt doamet Bruuktum un Aowerglowe met sik. Met luute Knallerei un Füerwarken schöllt de Dämonen, allet Schlechte un dulle Geister verdriewen wäern. In fröihere Tieden wörden Gedrüüs un Spektaokel mit Pauken, Trompeten un Flintenschäöten maoket. Doarut entwickelde sik dat Füerwark van vandaoge, wecker nich för de Dämonenoffwehr is, sünnern de Fraide äöwer dat näie Jaohr unnerstrieken schöll. Ganz egaol, of Raketen, Knallbonbons, Wunnerkeerßen of Chinaböller, dat Wichtige is, et löcht un knallt.

Bläigäiten

Ut römsker Tied kummt de Silvestertraditschoon van’t Bläigäiten, da man vandaoge faken säihn kann: Masse van de Völker van de Antike häbbt een Orakel äöver de Taukunft fraogt. Vandaoge wäerd bie dat Bläigäiten Bläi up enen Lööpel äöwer een Täilucht off ene Flamme häitmaokt un smeltet. Laoter wäerd de Lööpel in ene Schöddel mit Water maokt un wenn dat Bläi weer koold is, formt dat Bläi orige Figuren. Mit de Schatten van de Figur wäer de Taukunft vörutseggt. Hier begünnt dat Rätselraoten, woaför de Figur een Symbol is – de Fantasie bünt doabie kiene Grensen settet.

Kulinarische Traditschoon: Fondue un Raclette

För masse Lüe hört Fondue off Raclette tau Silvester doatau. Mehr off minner staoht bie baide de Käise in’n Middelpunkt. Bie dat Fondue wäerd de Käise in eenen Pott häit maokt un bie dat Raclette in lüttke Pänneken. Bie dat Fondue kann eens ok Brühe off Fett häitmaoken un dorin dänn dat Fläisk goor kaoken. Dat Fläisk wäerd in unnerschäidelk Saucen induket un mit Baguette un Salaoten ett. Bie dat Raclette, wecker ursprünglik een Schweizer Spezialität is, wäerd in lüttken Pänneken tau’n Biespäil chinken un Gemöis in Laogen maokt un mit de Käise äöwerbäckt.

Dinner for one: Kultiger Fernsehsketch

Millionen Dütske begünnt de Silvesteraobend met de britische Sketch Dinner for one un wachtet doarup, dat Freddie Frinton wäer äöwer dat Tigerfell stulpert. De Sketch duert 18 Minuten un in düsse Tied gaiht dat üm de nich trauet, olde Frau Miss Sophie un ährn Butler James. James versoch vertwiewelt bie de Party van Miss Sophie tau ährn 90. Geburtsdag väer storwen Frönde tau ersetten un wäerd doabie jümmers duuner. Düsse Sketch is siet äöwer väertig Jaohre Kult, nettso as de bekannte Spräök „The same procedure as last year“.

Prosit Näijaohr

De lessten Sekunden van’t olde Jaohr wäert up masse Fiern luut runner tellt. Klock twölf staiht man met de Sektgläser up de Jaohreswessel an, wünsket sik Glück un een bliede näiet Jaohr. Dat Anstotten mit Sekt häff sik in de Tüskentied äs Traditschoon etabliert un markiert den Wessel in’t näie Jaohr. Faken säihn is ok de ut de Ufa-Film bekennt woorn häite Füertangenbowle. Säi gelt as Verbrüderungsgetränk. „Prosit Näijaohr“ un „Gauden Ruttsk“ seggt man doabie nich bloot so, sünnern doaför giff dat Ursaoken. Prosit kump ut dat Lateinske un hett so vääl as ‚lass es gelingen‘. Mit „Gauden Ruttsk“ is nich partuu de Ruttsk in’t näie Jaohr mennt, sünnern de Spräök lätt sik offleiten van’t jiddische Woort Gut Rosch, wat so vääl bedutt as ‚Anfang‘. Man wünsket sik also nich bloot een gauden Äöwergang in’t näie Jaohr, sünnern mehr een gauden Anfang un gaudet Geraoen för Pläöne in de Taukunft.

Näijaohrsgebäck

Off Waffeln, Hefekränse, Brezeln off Berliner, tau Näijaohr wäer dGebäck met Naobers un Frönde däilet. Typisk för Silvester un Näijohr bünt doabie söitet Gebäck in utbäcket Form. Dat brengt Glück un bewohrt de Fröndskup. In’t Rheinland tau’n Biespäil däilt man an’n Näijaohrsmorgen enen Hefekrans mit Haogelsucker. In Noorddütskland ett man tau’n Jaohreswessel Berliner – de Inhalt saarget för manch Überraschung:  besiet off Glücksmünzen finnd sik ok metunner een Klecks Mustrich. In Westfaolen giff dat traditionell de Näijaohrskauken.

De gauden Vörsätze

Elke Jaohr datäigenste Spääl: An Silvester maokt wi gaude Vörsätze, tau’n Biespäil mehr Sport maoken, Schluss met dat Roken, een poor Kilo minner un minner Stress up de Arbait. Fraogt eens Ende Januar nao, dann staoht de Sportschauhe jümmers noch in’n Schapp un roket wäerd ok noch. Gaud, dat äinmal de tauken Jaohreswessel anstaiht un met üm de gauden olden Vörsätze.

Näijaohrsbaoen

An de Waterkant, man ok an Säien un Flüsse häff sik düsse Bruuk för heel Härte entwickelt. In historske Baoanzügen stöttet sik de Mensken an’n Näijaohrsdag in’t koolde Nätt. Besünners drieste Mensken swömmet ok, wenn off Ies up dat Water drifft. Dat Näijaohrsboaen off ok „Anbaoen“ is in väälen Touristenstääen an de Noord- un Oostsäi in Tüskentied de ärste groote Party in’t näie Jaohr.

Kiene Wäske uphangen

Et giff alltied noch masse Lüe, de düssen Bruuk heller eernst nähmt. Tüsken de Jaohre dröff kiene Wäske uphangen wäern, wieldat dat Mallör brengt. Nao ener Legende is dat verbaoen, in de Nächt van’n 31.12. tau’n 01.01. Wäske tau wasken off de tau drögen. Düsse Bruuk schöll Wotan, de Dooden- un Sturmgott, beruhigen, dat he in de Silvesternacht in Ruhe mit sien Geisterheer dör de Goarns luken kann. Häi schöll nich ärget wäern dör Wäskelienen un de uphangen Wäske, in de häi un sien Düwelsheer sik verheddern käönt.

Glücksbrenger vermaoken

Een Blaumenpott mit Klöwer, een Peerde-Iesen ut Schokelade off een Swien ut Marzipan: Glücksbrenger häff tau Silvester Traditschoon. Swiene staiht in‘ de olde Tieden in heel Europa för Riektum un Wohlstand; bie de Germanen was de Hauer een hillges Dier. Un ganz egaol, off Glückspennig off Schornstäinfääger, dat Vermaoken van Glück höört äinfach tau Silvester doatau.

Düsse Bidrag is schriewen in Emslänner Platt.

(Quellennachweis: https://www.deutschland-feiert.de/silvester/silvesterbraeuche/und  http://www.dw.com/de/silvester-und-neujahrsbr%C3%A4uche/a-19232060, 15.12.2017).

Karneval – de fiefte Johrestied

in Kultur/Reise by

In Dütskland giff dat vääle Brüke un Fiern. De grötsten un wichtigsten bünt Wiehnachten un Paosken. Käägen vääle änner Brüke giff dat tau’n Bispiel taohlrieke Näijohrsbrüke, woräöwer wi in düsse Utgave ok all schriewen häfft. In düsse Bidrag gaiht et üm een häil änners Fest: Karneval. Nich bloot de Mallenraupe Alaaf un Helau unnerschaidet sik, sünnern dat giff ok noch änner Unnerschäide. Man de Riege nao…

Een oller Bruuk

De Bruuk, Karneval tau fiern, is heller old: All in’t 13. Johrhunnert geef dat Karnevalsümmetrecken un et woor een Karnevalskönning wählt. Bit Vandage is Karneval Sinnbeld van katholischer Mentalität. Karneval is een Tied, üm äinmaol richtig pläseerlick tau wään. Dorbie verkleed man sik, treckt bunte Kläider of Gesichter an un dann gaiht man tau Karnevalsfiern up Karnevalsümmetrecken mit groten un bunt schmückten Waogens. Äöweraal loopt dorbie Musik, in de Räägel Musik van’n Gäägend.

De Winter verdriewen

Karneval ward heller verschäiden fiert. To’n Biespäil in Süddütskland, man ok in de Schweiz un in Österriek, sütt man faaken Mensken mit Gesichter dör de Straoten lopen. Düsse Gesichter schöllt Schreck maoken. Mank van de Gestalten dröög Klocken un Pietskes, mit de säi vääl Gedrüüs maokt. Fröiher wull man dormit de Winter verdriewen. De dull Geister, wecke Wasstum un de Äärden bedraudet, schöllt verdriewen wäern. De gauden Geister, wecke dat Fröijohr brenget, schöllt wacker maoket wäern. Vandage glööwt nich mehr vääle Mensken doran, man dat is een old Bruuk un de Mensken maokt dat Pläseer, dorbie mittaumaoken.

Karneval? Fasching? Fastnacht?

Karneval wäer nich äöweraal in Dütskland fiert. Besünners in’t Rheinland fiert man Karneval, bekannt bünt de Fiern vör aalem in’n Städten Köln, Düsseldorf un Mainz, wecke äs Hochburgen betäiket wäern. Man ok in ännern Däilen van Dütskland fiert man düsse Fest. Bloots häff dat Fest dor een annern Naomen: In Süddütskland, in de Schweiz un in Österriel sägt man Fas(t)nacht un in’t Schwäbische hett dat Fasching, jüst in Sachsen-Anhalt ok. In Norddütskland is Fasching vullstäen de typisk Betäiknung. Annere Betäiknungen bünt: Fasnet, Fuesend, Fastabend, Fastelovend, Fasteleer off fiefte Johrestied un noch masse mehr. Äs all sägt, unnerschaidet sik ok de Mallenraupe. Mit düsse Mallenraupe begröit sik de Karnevalisten of säi slööt de Büttenrääden af. In Köln hett dat Alaaf, in Düsseldorf Helau, in’t Saarland raupt man Alleh-Hopp, in Berlin Hei-Jo, in Leipzig sägt man Leila-Helau un in’n Schwarzwald, an’n Bodensäi un de Schwäbischen Alb raupt de Lüüe Narri-Narro. Un dat gifft noch vääle mehr.

Verloop van’n Karneval

All an’n 11.11. üm 11.11 Uhr begünnt de offizielle Tied van’n Karneval mit so nöömten „Sitzungen“. De Tied van’n 12.11. bit’n 05.01. blifft man mäisttied fräi van’n Karneval, wat sik ut de Rulle van November as Truermaond un de besinnlichen Charakter van’n Advent verkloort. Richtig fiert ward dann in’n Februar/März up de Straotenkarneval in de so nöömten Fastnachtswääke. Baold een Wääke lang – van Wiewerfastnacht an’n Dönnerdag äöwer Nelkensamstag un Tulpensonntag – sütt man verkleed Mensken up de Straote of bie Festen un Ümmetrecken. Höchtepunkt is een langer Ümmetrecken mit vääle bunte Wagens an’n Rausenmaondag in Düsseldorp, Mainz of Köln. Vääle Stunnen lang gaiht de Festümmetrecken dor de Stadt un vääle Mensken staoht an de Straoten, kiekt tau un willt Kamelle fangen. Twäi Dage laoter is dann allet vorbie. An’n so nöömten Äskedag hört de Karneval up un nu begünnt de 40dagige Fastentied äs Kloormaoken up dat Osterfest. Vandaoge giff dat man bloots noch een poor Mensken, wecke unnerdess düsse Tied up bestimmte Nahrungs- un Genussmiddel verzichten dait.

Düsse Bidrag is schriewen in Emslänner Platt.

(Quellennachweis: https://www.derweg.org/feste/kultur/karneval2-2/, 18.12.2017)

Go to Top